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Über

"... Bauch sagt zu Kopf ja, doch Kopf sagt zu Bauch nein und zwischen den Beiden steh ich ...",

so besingt es Mark Forster in seinem aktuellen Song "Bauch und Kopf" und bringt damit das Thema meines Blogs so ziemlich auf den Punkt.

 

Eine ständige Uneinigkeit zwischen Kopf und Bauch, kann im alltäglich Leben zu verschiedenen Schwierigkeiten führen, deren Auswirkungen nicht etwa Bauch und/oder Kopf ausbaden. Nein, dass wäre ja zu einfach. Ich wäre in diesem Fall die Erste, die ergeben die Hände hebt und ruft "Haltet mich aus der Nummer raus!" Nein, die Leidtragenden sind natürlich wir. Denn Mister ich_will_aber_noch_darüber_nachdenken und Grafschaft ich_find_das_alles_nicht gut_weiß_aber_auch_nicht_warum, bringen uns mal wieder um die Konzentration, den so dringend benötigen Schlaf und einen gesunden Appetit und bringen uns dafür Unwohlsein, Nervosität, ja sogar Angst. Super Sache ihr Zwei!

 

Also mischen wir uns doch in die Streitigkeiten ein: Der Weg, die beiden an einen Tisch zu bekommen und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, ist knifflig und hat mir schon einige "graue" Haare beschert ... (Ein HOCH auf meinen Friseur an dieser Stelle!) An diesen Schlichtungsversuchen, Überzeugungsarbeiten und Meinungsbildungen, aber auch an grundsätzlichen Überlegungen und Gefühlen meines alltäglichen Wahnsinns  möchte ich euch gerne teilhaben lassen.

Alter: 29
 

Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
... wollte ich tatsächlich Tieraerztin werden.

Wenn ich mal groß bin...:
... ich bin schon groß! (dem_Fragesteller_gegen_das_Schienbein_tritt)

Ich glaube...:
... an die wahre LIEBE!

Ich liebe...:
... Auslassungspunkteeeeeee ..........(!!!)

Ich grüße...:
... all meine lieben Leser

und

mit ganz besonderem, herzlichen Dank Prinzessin Mamaylin & Ritter Sabberliam!



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Blog

Waage

´Unbekannt ist immer doof, wir sind vom Sternzeichen halt Waagen. Alles was gewohnt ist, ist okay - auch wenn es weh tut, man kennt es ja`

 

sagte meine hochschwangere Freundin. Sie hat zwei Tage vor mir Geburtstag und ist dementsprechend eine Leidensgenossin des Sternzeichens, das ich (wir) kurz mit Dramaqueen, mangelnde Entscheidungsfreudigkeit und sehr emotional charaktisieren würde.

 

´Drecks Sternzeichen manchmal. Weißte was ich jetzt mache? Ich schummel einfach: Ich feiere ab sofort im Sommer Geburtstag! Drei Fliegen mit einer Klappe. Ich reiß mich von meinem eh immer betrübten Geburtstag los, bin ein anderes Sternzeichen und hab die Sonne zum Geburtstag!´

 

Die Idee trifft auf Zustimmung, sie macht mit. Die Frage ist also, wann wir Geburtstag haben wollen.


`Wenn der Kleine geboren wird.

Die Frage ist zu geil.´

 

Ja, die Frage find ich super. Mein Gefühl ist völligst von dem Ausbruch aus alten Gewohnheiten überzeugt. Jetzt wird alles anders. 

 

`Okay, du also, wenn der Kleine geboren wird. Und ich dann wieder zwei Tage später, oder? Muss ja schon in der Nähe bleiben, Gewohnheit und so...´

 

Memo an mich: Merkste selber oder?!

Du kannst machen was du willst, aber du bleibst am Ende doch das Sternzeichen, was du bist.

15.12.15 22:37


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Aus dem "Wir", wird "ich"

Vier Jahre.

Im Zeitalter von schnellen Sex und sich ständig bietenden Gelegenheiten für aufregende Abendteuer, sei es in zahlreichen sozialen Netzwerken nach dem Motto ´Ein Wisch nach rechts - deine Nase gefällt mir´ oder in Clubs, die so dunkel und verwinkelt sind, dass man das Knistern in jeder Ecke hören kann, eine gute Zeit. Eine Zeit, in der Vertrauen und das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit wächst. Aber auch eine Zeit, in der alles zur Gewohnheit wird. Eine Zeit, in der unweigerlich irgendwann die Frage entsteht ´Ist es dass, was ich wirklich will? Mit diesem einen Menschen?´.


Vier Jahre und ich habe diese Frage mit ´Nein´ beantwortet.

 

Das war vor einem halben Jahr. Nun kommt der Sommer. Ich sitze bei strahlendem Sonnenschein in meinem frisch renovierten Wohnzimmer auf dem Boden und starre meine Wunschtapete an. Auf dem gesperrten Bildschirm des Handys die Meldung ´SexyBoy007 und MisterRight finden dich hübsch und haben dir eine Chatanfrage geschickt´. Mir steigt der Geruch des aufgewärmten Auflaufes von gestern in die Nase - Gott ist mir schlecht! Das habe ich mir alles irgendwie anders vorgestellt.

In meinem Kopf ein Prozess.

Die Anklage: ´Wegwerfen einer doch recht komplikationslosen Traumbeziehung´; die Verteidigung: ´Es fühlte sich nicht richtig an.´`Was ist nur los mit mir´, der Dauerbrenner meiner Gedanken.


Wir beide rannten dem alltäglichen Gesellschaftsleben hinterher. Aufstehen, guten Morgen Kuss, jeder ging seine Wege. Büro - Werk. Abends zusammen irgendetwas essen, Fernsehen, Couch, Diskussionen über rumliegende Socken, große Geschäfte und nicht geöffnete Badfenster am Morgen, Pläne, was man nicht alles einmal unternehmen müsste, gute Nacht Kuss. Herzlich Willkommen stupider Alltag. Etwas musste sich verändern.


´Lass uns heiraten´ war die Idee. Es war kein romantischer Entschluss, kein romantisches Irgendwas, wie man es aus Film und Fernsehen kannte. ´Das ist vollkommen ok, dass wollte ich ja auch nie´ war die erste Aussage nach der Bekanntgabe der frohen Botschaft im Freundes- und Kollegenkreis.

 

Ich hatte das Gefühl, diesen Entschluss oder die Art des Entschlusses irgendwie verteidigen zu müssen, wenn man in die enttäuschten Augen demjenigen Gegenüber blickte.

 

Es folgte eine aufregende Phase der Planung. Wie stellten wir uns das Ganze vor. Klein, nur der engste Familien- und Freundeskreis. Oder doch nur wir beide allein?

 

Zwei Menschen, eine Beziehung.

Zwei Meinungen, eine Hochzeit.

Eine Hochzeit und ein Mensch, dem plötzlich Zweifel kamen. Der sich die Frage stellte, soll er das wirklich sein?

Ein Mensch, dem plötzlich gar nicht mehr nach Heiraten zu Mute war.


In Zeiten einer Beziehung bedeutet Single zu sein, frei zu sein. Keine Kompromisse eingehen zu müssen. Sein Leben zu leben ohne auf einen Anderen und dessen Gefühle zu achten. Spaß zu haben. Single zu sein, ist - aus einer Beziehung heraus betrachtet - das Beste, was einem passieren kann. Der Platz an der Sonne.


Ich bin Single.

Single und 27 Jahre alt.

So alt, wie viele meiner Freunde.

Meine Freunde, die sich allesamt in festen Beziehungen befinden, die ihre ersten Kinder erwarten und ihre Hochzeiten planen.

 

Single zu sein bedeutete vielleicht vor 4 Jahren noch, den Platz an der Sonne reserviert zu haben. Du hast dir deine zwanzig Freundinnen geschnappt und bist mit ihnen Nachts um die Häuser gezogen, hast die Bars und Clubs unsicher gemacht und mit Hilfe deiner zwanzig Freundinnen alles angeflirtet, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Du warst Single! So wie fast alle deiner Freundinnen.


Jetzt bedeutet Single zu sein plötzlich, bei den Hochzeiten deiner zwanzig Freundinnen am Kindertisch platziert zu werden; die eine zu sein, auf deren Einladung "und Begleitung" steht, da diese noch gar nicht zu definieren ist.


Single zu sein bedeutet, Einladungen per SMS zu erhalten, die mit ´Bringt bitte EURE Hausschuhe mit´ enden. Single zu sein bedeutet jetzt plötzlich, zwei Sekunden später eine weitere SMS zu erhalten, die die Entschuldigung ausdrückt, dass ich mit `Ihr´ angesprochen wurde, dass sie selbstverständlich meinte, ´Bring DU bitte deine Hausschuhe mit´.

Ach was, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Gut, dass das klargestellt wird, sonst hätte ich jetzt stundenlang hektisch nach meinem WIR gesucht. Und wann hat das eigentlich angefangen, dass WIR Hausschuhe zu irgendwelchen Feten mitbringen?! Verdammt seid IHR alt geworden.


Oh Nein, mit 27 Jahren Single zu sein bedeutet keineswegs mehr aufregende Abenteuer in bester Gesellschaft. Mit 27 Jahren Single zu sein bedeutet Anfangs vor allem eines: Allein zu sein. Sich zu fragen, was du jetzt ohne deine alten Spielgefährten überhaupt anstellst. In Zeiten, in denen alle mit dem Hausbau und der Familienplanung beschäftigt sind, stehst du wieder am Anfang.

Und das allein.

15.12.15 22:12





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